Biologische Faktoren – Dentin

Der allgemeine Erosionsprozess läuft beim Dentin genauso ab wie beim Zahnschmelz, hat aber andere Folgen, da Dentin mehr organisches Material enthält.


Bildung einer organischen Schicht:

  • Im Dentin können Säuren das organische Material nicht so schnell auflösen. Im Lauf der Zeit entsteht eine organische Matrixschicht.
  • Diese Matrix wird dicker und fungiert in zunehmendem Mass als Diffusionsbarriere.
  • Dadurch verlangsamt sich der Erosionsprozess.


Dentinüberempfindlichkeit:

  • Eine vermehrte Exposition gegenüber säurehaltigen Produkten führt zur Öffnung, Aushöhlung und trichterförmigen Ausweitung der Dentinkanälchen (Parkinson 2008).
  • Dentinkanälchen sind ‘trichterförmig’ geformt und mit Flüssigkeit gefüllt, wobei sich der Durchmesser zur Pulpa hin vergrössert.
  • Ein Dentinverlust an der Oberfläche führt daher zu einer weiteren Öffnung der Dentinkanälchen, was wiederum einen vermehrten Flüssigkeitsfluss nach sich ziehen kann (West 2007).
  • Nach der von (Brännström 1963) entwickelten hydrodynamischen Theorie beruht die Dentin(über)empfindlichkeit auf dem Flüssigkeitsfluss in den Dentinkanälchen.

Im Gegensatz zu zerstörtem Zahnschmelz kann geschädigtes Dentin sich möglicherweise mithilfe neuen sklerotischen oder reaktiven Dentins regenerieren (Pickles 2006). Allerdings kann reaktives Dentin sich nicht an erodierten Zahnoberflächen, sondern nur im Grenzbereich zwischen Pulpa und Dentin bilden.