Basic Erosive Wear Examination (BEWE)

Aufgrund der Notwendigkeit einer Harmonisierung diagnostischer Methoden und Indizes wurde das BEWE-Bewertungssystem entwickelt.

Hintergrund:
  • Das breite Spektrum an Indizes und Definitionen zur Feststellung und Klassifikation von Zahnerosionen erschwert einen Vergleich zwischen verschiedenen Studien und Untersuchungen.
  • Wegen dieser fehlenden Harmonisierung diagnostischer Methoden und Indizes wurde im Jahr 2007 ein Expertenworkshop veranstaltet.
  • Aus diesem Workshop ging ein neues Bewertungssystem hervor, das auf gemeinsamen Erfahrungen und Kenntnissen beruht.

Ziel:
  • Die Basic Erosive Wear Examination ist ein einfaches partielles Bewertungssystem zur Beurteilung des Schweregrades einer Zahnerosion. Ausserdem bietet sie dem praktizierenden Zahnarzt eine Orientierungshilfe beim Fallmanagement (Bartlett et al. 2008).
  • Mit dem BEWE-Bewertungssystem lassen sich Läsionen an sämtlichen Zähnen und Zahnoberflächen beurteilen. Alle Zähne mit Ausnahme der dritten Backenzähne in einem Sextanten werden untersucht; dokumentiert wird jedoch nur das Untersuchungsergebnis der Zahnoberfläche mit dem schlechtesten (höchsten) Wert pro Sextant.
  • Die Werte dieser sechs Sextanten werden addiert, das ist der BEWE-Gesamtwert.
  • Ausserdem ermöglicht der BEWE-Index eine weitere Analyse und Klassifikation von Studien, erlaubt Quervergleiche und unterstützt Zahnmediziner in ihrer Entscheidungsfindung beim Erosionsmanagement.


BEWE-Werte für die Diagnose erosiver Läsionen:

Wert: 0   Kein Zahnschmelzverlust
Wert: 1   Beginnender Verlust von Oberflächenstruktur 
Wert: 2* Deutliche Schädigung, Zahnschmelzverlust von weniger als 50% der Zahnoberfläche
Wert: 3* Deutliche Schädigung, Zahnschmelzverlust von mehr als 50% der Zahnoberfläche

* Bei Wert 2 und 3 liegt häufig eine Dentinbeteiligung vor 

(Bartlett et al. 2008)

Eine ausführlichere Beschreibung der verschiedenen Stadien und klinischen Erscheinungsbilder der Zahnerosion finden Sie unter Zeichen und Symptome einer Zahnerosion.

Vorteile:
  • Wurde als diagnostisches Tool für praktizierende Zahnärzte entwickelt
  • Klassifiziert klinisch sichtbare Erosionsschäden
  • Ordnet klinische Zeichen bestimmten Risikokategorien zu
  • Bietet Orientierungshilfe beim klinischen Management
  • Lässt sich leicht in den Praxisalltag integrieren